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Der Verband

Tanzsportverband Nordrhein-Westfalen e.V. (TNW)

War es Zufall, dass in Düsseldorf 1912 einer der ersten Tanzsportvereine (Boston Club) entstand, in Köln 1946 mit der “Interessengemeinschaft Deutscher Clubs zur Pflege des Gesellschaftstanzes” (IPG) das landesweite Verbandsleben wieder erstand und 1961 in der gleichen Stadt der Deutsche Tanzsportverband (DTV) gegründet wurde.  Auf jeden Fall sprechen die Ereignisse für einen ausgezeichneten tanzsportlichen Nährboden in Nordrhein-Westfalen. Ein Boden, auf dem auch der Tanzsportverband Nordrhein-Westfalen in den letzten fünf Jahrzehnten gut gedeihen konnte.

Der Tanzsportverband Nordrhein-Westfalen (TNW) gehört zu den ersten Landestanzsportvereinigungen des DTV. Auf Initiative von Dr. Carl-Joachim Tietz (Düsseldorf) wurde am 17. Juni 1957, unterstützt von zunächst nur vier Vereinen, der TNW gegründet. Am 8. November des gleichen Jahres nahm der Landessportbund (LSB) den TNW als außerordentliches Mitglied auf. 1960 erwarb der TNW die Rechtsfähigkeit; kurz darauf wurde er ordentliches Mitglied im LSB.

Die Jahre bis 1963 waren von entscheidender Bedeutung für die Festigung der Tanzsportaktivitäten in Nordrhein-Westfalen, oftmals mit Ausstrahlung auch auf den DTV. Alle Vorsitzenden mit ihren Vorständen bauten erfolgreich auf diesem Fundament auf: Nachfolger von Dr. Tietz (1957-1967) waren Dieter Alfuß (1967-1970), Richard Adomeit (1970-1973), Bernd Sassen (1973-1979), Helmut Baier (1979-1988), Josef Vonthron ( 1988-2012) und Norbert Jung (2012-2019). Ab 2019 folgte Dagmar Stockhausen.

Die stetige Steigerung der Zahlen der Einzelmitglieder ist eindrucksvoll. Bereits in den 1970er Jahren hatte der Verband über 10.000 Einzelmitglieder und konnte diese Zahl in den 1980er Jahren verdoppeln. Seit Ende der 1990er Jahren hält der Verband die Mitgliedszahlen stabil über 40.000 Einzelmitgliedern in über 400 Vereinen. Aktuell hat der Verband rund 47.000 Einzelmitglieder in über 410 Vereinen (Stand: 01.01.2020). 

Hinzu kommen die “Fachverbände mit besonderer Aufgabenstellung”, die in den Verband integriert werden konnten:

  • Landesverband karnevalistischer Tanzsport
  • Country & Western Dance
  • Garde- und Schautanzverband
  • Rock’n’Roll und BoogieWoogie Verband

 

Eine genauere Analyse zeigt, dass im Spitzensport zur Zeit eine Mitgliederstagnation zu beobachten ist, die aber durch eine Mitgliedersteigerung im Breitensport und starke Zuwächse im Jazz and Modern/Contemporary ausgeglichen wird. 

Diese Zahlen dokumentieren die tanzsportlichen Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen ebenso wie die Marksteine, die von der Verbandsleitung gesetzt wurden. Als Beispiel für viele andere seien genannt: die Durchführung der ersten Meisterschaften 1958 und des ersten Lehrgangs 1962 sowie die Berufung des ersten Jugendwartes 1963. Der TNW unterhält seit vielen Jahren zu sehr vielen Ländern freundschaftliche Beziehungen mit dem Ziel des Erfahrungsaustauschs in Lehre und Sportpolitik.

Mit der stetig steigenden Mitgliederzahl zeigte sich, dass die Führung eines so großen Sportverbandes immer schwieriger wurde. Eine neue Verbandsstruktur musste geschaffen werden, die es ermöglichte, in Teilbereichen administrative Aufgaben zu delegieren, um in wichtigen Bereichen die Effizienz zu erhöhen. Für die Erledigung besonderer Aufgaben, z.B. den Zentralen Wertungsrichter Einsatz (ZWE), das Deutsche Tanzsportabzeichen (DTSA), Jazz und Modern Dance (JMD), Kaderwesen und den Schulsport, sind vom Präsidium Beauftragte berufen worden.

Zu den wesentlichen Aufgaben des TNW gehören die Förderung talentierter Paare sowie die Aus- und Weiterbildung von Wertungsrichtern, Turnierleitern, Übungsleitern und Trainern. In verschiedenen Kaderkonzepten arbeiten unsere Landes- und Verbandstrainer intensiv an der Leistungsverbesserung unserer Tanzsportler. Sogar in den unteren Klassen gibt es inzwischen Förderlehrgänge, die für die Paare kostenlos sind, um schon frühzeitig in die Entwicklung eines Paares einzugreifen und es zu fördern.

Der TNW ist stolz darauf, dass seine Sportler immer wieder Erfolge auch bei internationalen Meisterschaften verbuchen konnten. Die Formationen vor allem des TSC TD Düsseldorf Rot-Weiß und des TSC Schwarz-Gelb Aachen sowie des TSZ Velbert, haben mehrmals Welt- und Europameistertitel errungen. Oliver und Martina Wessel-Therhorn waren in den Jahren 1986 und 1987 Amateur-Standardweltmeister, 1986 auch Weltmeister in der Kombination; 1995 konnten Sven Traut und Sybill Daute den Weltmeistertitel über zehn Tänze nach Deutschland holen. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Tanzsportjugend. Hier reifen manche Talente heran, die es zu entdecken und zu fördern gilt. Gerade im Junioren- und Jugendbereich stellte der TNW in den zurückliegenden Jahren wiederholt Deutsche Meister sowie Teilnehmer an Europa- und Weltmeisterschaften. Für die Förderung der Aktiven stehen dem TNW  Landesleistungszentren und Leistungsstützpunkte zur Verfügung.

Bei der Aus und Weiterbildung erreichen die seit 1993 angebotenen Kombinationslehrgänge ein hohes Maß an Akzeptanz bei allen Beteiligten. Paare, Wertungsrichter und Trainer bekommen bei diesen Lehrgängen von besonders qualifizierten und kompetenten Trainern die gleichen Informationen zu einem bestimmten thematisierten Problemfeld vermittelt.

In der Öffentlichkeitsarbeit begann 1993 im Bereich des DTV ein neues Kapitel der Informationsarbeit. Das bis dahin eigenständige TNW-Organ “Tanz mit uns” wurde als Gebietsausgabe West Bestandteil des monatlich erscheinenden Tanzspiegels. Für die redaktionelle Bearbeitung steht im TNW ein ca. 20köpfiges Mitarbeiterteam unter Leitung eines Gebietsredakteurs zur Verfügung. Ebenfalls engagiert sich der TNW im Zukunftsmedium Internet. Erste Planungen zum Projekt TNW online! begannen 1996, seit dem 1. November 1997 ist das komplette Angebot für jedermann verfügbar. 

Im Jahre 2004 wurde vom TNW die Tanzsportgroßveranstaltung „danceComp“ aus der Taufe gehoben. Nach den ersten 10 Jahren wurde 2013 ein erstes kleines Jubiläum gefeiert. In diesen ersten zehn Jahren hat sich dieser Veranstaltung  in der historischen Stadthalle in Wuppertal zu einem der wichtigsten internationalen Turniere in Deutschland entwickelt.

Sportpolitisch ist der TNW als Fachverband im Landessportbund Nordrhein-Westfalen integriert. Der intensive Kontakt zum LSB wird u.a. auch durch den Sitz der TNW-Geschäftsstelle im Haus der Verbände beim LSB in Duisburg dokumentiert.

Vorteile einer Mitgliedschaft

Der Tanzsportverband Nordrhein-Westfalen ist Fachverband im Landessportbund Nordrhein-Westfalen e.V. (LSB), Landesverband im Deutschen Tanzsportverband e.V. (DTV) und Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Ordentliche, fördernde und persönliche Mitglieder sowie Fachverbandsmitglieder werden durch Beschluss des Präsidiums aufgenommen. Als gemeinnützig anerkannte Vereine oder deren Vereinsabteilungen, die sich die Pflege und Förderung des Tanzsports zur Aufgabe gestellt haben, können ordentliche Mitgliederwerden. Als ordentliches Mitglied kann nur aufgenommen werden, wer die Aufnahme in den Deutschen Tanzsportverband e.V. (Tanzsport Deutschland) beantragt.

Tanzsport Deutschland

Sport

  • Teilnahme für Vereinsmitglieder an Wettbewerben und Turnieren
  • Unterstützung für Ausrichter von Turnieren bis hin zu Meisterschaften
  • Schulungen und Sportförderungen für Leistungssportler
  • Auszeichnungen für erfolgreiche Sportler bis hin zum Silbernen Lorbeerblatt

Sportentwicklung
(Freizeit-, Breiten- und Gesundheitssport)

  • Sportliche Ambitionen werden geweckt, Einstieg in den Tanzsport für alle Altersbereiche
  • Das Deutsche Tanzsportabzeichen für alle Altersstufen, Tanzsternchen für die Kleinsten
  • Anerkennung für das Deutsche Sportabzeichen DOSB in der Disziplingruppe Koordination
  • Förderung der Vereine, Ausschreibung von Förderpreisen
  • Vielfältige Angebote der Landestanzsportverbände
  • Angebote auf Bundesebene wie z. B. die DTV-Breitensporttournee „Tanz dich fit“

Ausbildung

  • Ausbildung von Lehrkräften
  • Lizenzen des Deutschen Olympischen SportBundes für Trainer im Leistungssport
  • Ausbildung von Trainerassistenten und Schülermentoren im Breitensport
  • Ausbildung von Turnierleitern und Wertungsrichtern
  • Lehr- und Unterrichtsmaterial vom Bundesverband sowie den Landes- und Fachverbänden für Ihre Trainer im Leistungs- und Breitensport
  • Schulungen auf mehreren Ebenen für Mitglieder mit oder ohne Funktion
  • Möglichkeit der Bezuschussung für lizenzierte Trainer von den Sportverbänden

Organisation

  • Zugang zur öffentlichen Sportförderung durch Gemeinden, Länder und Bund,
    dazu gehören Nutzung öffentlicher Sporteinrichtungen, Sporthallen usw.
  • Ansprechpartner bei Fragen des Vereins- und Verbandsrechts, der Werbung und des Marketings
    günstige Bedingungen in allen Bereichen der Sportversicherung
  • Unterstützung Ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit Material, Schulungen und Ansprechpartnern
  • Vertretung aller Anliegen unserer Mitgliedsvereine gegenüber politischen Institutionen und Behörden
  • umfassende Präsentation im Internet und im Verbandsorgan Tanzspiegel
  • ständige Information über aktuelle Entwicklungen im Tanzsport

Jugendförderung

  • Ausbildung für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geschulter Jugendleiter mit anerkannten Lizenzen
  • Jugendschutz, Aufklärung über und Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport
  • Beratung und Unterstützung bei der Talentsuche – Sportförderungen und Talentschulungen bis in die internationale Spitze
  • Ferienmaßnahmen, Freizeiten und Workshops der Deutschen Sportjugend und der Deutschen Tanzsportjugend
  • Teilnahme junger Sportler/-innen an internationalen Jugendwettkämpfen
  • Aus- und Fortbildung von Spezialisten für Kindertanzen

Sportfamilie

  • Im Rahmen des GEMA-Abkommens führen Sie Ihre sportlichen Aktivitäten (Trainingsbetrieb) aber auch Turnierveranstaltungen (bis 1.000 Zuschauer) „gebührenfrei“ durch!
  • Möglichkeit der Teilnahme an allen Maßnahmen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Landessportbünde (LSB) – Nutzen Sie alle Angebote der Sportfamilie!

Ansprechpartner

Dagmar Stockhausen

Präsidentin

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