TNW – Tanzsport in Nordrhein-Westfalen » Stiftung

Die Stiftung Tanzsportförderung Nordrhein-Westfalen

Auf Initiative des Tanzsportverbandes Nordrhein-Westfalen (TNW) e.V. ist die Stiftung Tanzsportförderung Nordrhein-Westfalen durch Stiftungsgeschäft und -satzung am 12. Juni 2001 errichtet worden. Mit Urkunde der Bezirksregierung Düsseldorf vom 5. September 2001 wurde sie genehmigt.
Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke, und zwar nach ihrer Satzung in erster Linie den Zweck, Mittel zur Förderung des Tanzsports zu beschaffen. Dadurch sollen in Nordrhein-Westfalen Tanzen als Leistungs- und als Breitensport sowie die Jugendarbeit gefördert werden.

Dieser Schritt hat sich als notwendig erwiesen vor allem im Hinblick auf den Rückgang der Förderung des Sports aus öffentlichen Mitteln: In den letzten fünf Jahren sind die Spitzensportfördermittel für den TNW um 61% zurückgegangen. Diese Zahl spricht für sich.

In diese Stiftung hat der Tanzsportverband Nordrhein-Westfalen als Anfangsvermögen DM 100.000.- eingebracht. Dieser Betrag war bisher vom TNW in anderer Weise fest angelegt; die Liquidität des Verbandes wird hierdurch also nicht nachteilig beeinflusst. Das Präsidium des TNW ist zuversichtlich, dass weitere Stifter dieses Anfangsvermögen bald aufstocken werden: Erfahrungen anderer Sportverbände zeigen, dass die Bereitschaft von Sponsoren, sportliche Zwecke zu fördern, ganz offensichtlich mit dem Modell „Stiftung“ am ehesten zu wecken ist. Besonders spendewilligen Geldgebern könnte beispielsweise die Möglichkeit eröffnet werden, einen Vertreter in das Stiftungskuratorium zu entsenden.

Stiftungsgründer

Der Tanzsportverband Nordrhein-Westfalen e.V. (TNW)

Die Stiftung Tanzsportförderung wurde ins Leben gerufen vom Tanzsportverband Nordrhein-Westfalen (TNW) e.V. Dessen Geschichte lässt sich zurückverfolgen bis ins Jahr 1912: Damals wurde als erster deutscher Tanzverein in Düsseldorf der Boston Club gegründet. Nach dem zweiten Weltkrieg lebte 1946 in Köln mit der „Interessengemeinschaft Deutscher Clubs zur Pflege des Gesellschaftstanzes“ (IPG) das landesweite Verbandsleben wieder auf, und 1961 wurde in derselben Stadt der Deutsche Tanzsportverband (DTV) gegründet. Diese Historie spricht für einen ausgezeichneten tanzsportlichen Nährboden in Nordrhein-Westfalen. Ein Boden, auf dem auch der TNW in den letzten vier Jahrzehnten gut gedeihen konnte.

Der TNW, 1957 gegründet, ist der zweitälteste der Landestanzsportverbände des DTV, die mit dem Ziel der Anpassung an die auch in allen anderen Sportarten gegebenen föderalistischen Strukturen in der Mitte der Fünfzigerjahre ins Leben gerufen wurden.

Die stetige Steigerung der Zahlen der Einzelmitglieder ist eindrucksvoll:

1974 über 10.000 Einzelmitglieder
1984 über 22.000 Einzelmitglieder
1996 über 42.000 Einzelmitglieder in 386 Vereinen
2010 über 44.700 Einzelmitglieder in 452 Vereinen
2012 über 48.280 Einzelmitglieder in 470 Vereinen

Hinzu kommen die „Fachverbände mit besonderer Aufgabenstellung“, die in den Verband integriert werden konnten:

  • Mitglieder des Landesverbandes für karnevalistischen Tanzsport
  • Mitglieder des Landesverbandes für Gardetanzsport
  • Mitglieder des Deutschen Rock ’n‘ Roll und Boogie-Woogie Verbandes

Eine genauere Analyse zeigt, dass im Spitzensport eine gewisse Mitgliederstagnation zu beobachten ist, die aber durch eine Mitgliedersteigerung im Breitensport und starke Zuwächse im Jazz und Modern Dance mehr als ausgeglichen wird.

Diese Zahlen dokumentieren die tanzsportlichen Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen ebenso wie die Marksteine, die von der Verbandsleitung gesetzt wurden. Als Beispiel für viele andere seien genannt: die Durchführung der ersten Meisterschaften 1958 und des ersten Lehrgangs 1962 sowie die Berufung des ersten Jugendwartes 1963.

Der TNW unterhält seit vielen Jahren zu den anderen Landesverbänden, aber auch in viele benachbarte Nationen hinein, freundschaftliche Beziehungen mit dem Ziel des Erfahrungsaustauschs in Lehre und Sportpolitik.

Mit der stetig steigenden Mitgliederzahl zeigte sich, dass das Führen eines so großen Sportverbandes immer anspruchsvoller wird. Eine neue Verbandsstruktur musste geschaffen werden, die es ermöglichte, in Teilbereichen administrative Aufgaben zu delegieren, um in wichtigen Bereichen die Effizienz zu erhöhen. Auf dem Verbandstag 1990 wurde eine neue Satzung verabschiedet, die eine Gliederung des Verbandsgebiets in die Bezirke Mittelrhein, Niederrhein und Westfalen mit sich brachte. Zur Wahrnehmung der Aufgaben in den Bereichen Sport, Breitensport und Jugend sind entsprechend der Satzung des Verbandes Ausschüsse tätig. Für die Erledigung besonderer Aufgaben, z.B. den Zentralen Wertungsrichter Einsatz (ZWE), das Deutsche Tanzsportabzeichen (DTSA), Jazz und Modern Dance (JMD), das Kaderwesen, den Schulsport und den Sport mit Älteren, sind vom Präsidium Beauftragte berufen worden.

Zu den wesentlichen Aufgaben des TNW gehören die Förderung talentierter Paare sowie die Aus- und Weiterbildung von Wertungsrichtern, Turnierleitern, Übungsleitern und Trainern. In der Sportförderung wurde ein neues Kaderkonzept entwickelt. Ziel dieses Konzeptes ist, aus dem großen Reservoir von Tanzsportlern in Nordrhein-Westfalen die leistungsstärksten durch gezielte Förderung zu Spitzenpaaren im DTV zu formen. Alle Förderungsmaßnahmen sollen zukünftig ganz wesentlich von einer sportmedizinischen Grundlagenforschung begleitet werden.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Tanzsportjugend. Hier reifen manche Talente heran, die es zu entdecken und zu fördern gilt. Gerade im Junioren- und Schülerbereich stellte der TNW in den zurückliegenden Jahren wiederholt Deutsche Meister sowie Teilnehmer an Europa- und Weltmeisterschaften. Für die Förderung der Aktiven stehen dem TNW ein Landesleistungszentrum und sieben Leistungsstützpunkte zur Verfügung.

Bei der Aus- und Weiterbildung erreichen die seit 1993 angebotenen Kombinationslehrgänge ein hohes Maß an Akzeptanz bei allen Beteiligten. Paare, Wertungsrichter und Trainer bekommen bei diesen Lehrgängen von besonders qualifizierten und kompetenten Trainern die gleichen Informationen zu einem bestimmten thematisierten Problemfeld vermittelt.

Der TNW ist zuversichtlich, dass die neu gegründete Stiftung Tanzsportförderung Nordrhein-Westfalen im Rahmen ihres Stiftungszwecks einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der gesteckten Ziele sein wird.

Stiftungsvorstand

Norbert Jung
Bleibergstr. 25
42579 Heiligenhaus
Telefon (02056) 38 78
Telefax (02056) 59 44 84
Mobil (0172) 711 04 32
E-Mail
Sandra Bähr
Sperberweg 1a
46539 Dinslaken
Telefon (02064) 4 81 87 85
Telefax (02064) 4 81 89 23
Mobil (0173) 5 85 02 00
E-Mail
Klaus Berns
Am Kreskenhof 73
46284 Dorsten
Telefon (0 23 62) 60 28 67
Telefon (0 23 66) 30 71 87
Telefax (0 23 62) 60 49 56
Mobil (01 73) 87 00 519
E-Mail
Juliane Pladek-Stille
Mehringweg 48
48159 Münster
Telefon (02 51) 21 27 97
E-Mail

Stiftungskuratorium

Karl Breuer
Sudetenweg 48
50858 Köln
Telefon (02 21) 48 11 72
Telefax ( 02 21) 48 76 70
Wolfgang Bück
Petersbergstr. 14
53604 Bad Honnef
Telefon (0 22 24) 78 744
E-Mail

 

Stand: 2016