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Großes Jazz und Modern/ Contemporary-Turnierwochenende nach Coronapause – Doppelsieg für Bielefelder Formationen

„Endlich wieder vor Publikum tanzen!“ – Diesen Satz hörte man beim Saisonauftakt im Bereich Jazz und Modern/ Contemporary (JMC) am vergangenen Wochenende immer wieder. Die Halle bebte als nach zweieinhalbjähriger Pause in Bielefeld endlich wieder Turnier getanzt werden durfte. Über 900 Zuschauer fanden den Weg in die Georg-Müller-Schule, deren Sporthalle sich als perfekter Austragungsort für dieses besondere Event herausstellte.

„Das war ein Wochenende voller Emotionen“, berichtet Turniermitorganisator Matthias Kramm. Seit die Tanzsaison im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen werden musste, herrschte lange Zeit der Wunsch nach Normalität. Viele Mannschaften litten unter der Situation, nicht zuletzt auch aufgrund von Lockdowns, Quarantäne und Krankheitsfällen. Umso höher waren die Erwartungen aller Beteiligten.

Der TC Metropol entschloss sich, mit tatkräftiger Unterstützung des SuS Schröttinghausen-Deppendorf, nach der Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften im Jahr 2007, nun wieder ein ganzes Wochenende den JMC-Tänzerinnen und Tänzern zu widmen. 37 Formationen aus vier Ligen präsentierten sich am vergangenen Samstag und Sonntag: Die Jugendlandesliga 2, die Verbandsliga 2, die Regionalliga West sowie die 2. Bundesliga Nord-Ost/West.

Vor einer vollbesetzten Tribüne traten die Formationen einem begeisterten Publikum gegenüber, welches die Leistungen mit reichlich Applaus honorierte. Zur Hochstimmung trug nicht zuletzt die Moderation des aus dem Fernsehen bekannten Journalisten Sven Lorig bei, der am Samstag mit viel Humor und Charme durch das Turnier führte.  

Samstag: 2. Bundesliga NO/W und Jugendlandesliga 2

Die Formationen präsentierten auf verschiedenste Art und Weise mit kreativen Choreografien ihr Können und wetteiferten darum, einen der schönen Glaspokale mit nach Hause nehmen zu dürfen. Von schneller Elektromusik über Filmsoundtracks bis hin zu gefühlvollen Balladen war alles dabei. Auch bei den Kostümen lebten sich die Tänzerinnen und Tänzer kreativ aus. So präsentierte sich z.B. der Turniersieger der 2. Bundesliga, „Vitesse“ aus Westercelle, in knallbunten Anzügen. Die Formation gewann vor „Release“ vom TSC Brühl und „Pirouette“ des 1. Voerder TSC. 

Am Samstag stand neben der zweithöchsten Klasse noch eine weitere Entscheidung an. Die Jugendlandesliga eröffnete den Turniertag, mit dabei die Formation „Dance N`Beats“ des SuS Schröttinghausen-Deppendorf. Die Tänzerinnen präsentierten voller Elan ihre Choreografie zum Thema Dschungelbuch und ernteten dafür riesigen Applaus. Am Ende erreichten sie den sechsten Platz und verpassten damit knapp das große Finale. Turniersieger wurde die Formation „Joy“ aus Wulfen vor „TAKTvoll“ aus Paderborn, gefolgt von „pasíon“ aus Versmold.

Sonntag: Verbandsliga 2 und Regionalliga West

Ein besonderes Highlight war für den ausrichtenden Verein das Verbandsligaturnier am Sonntag, ging hier doch die eigene Formation „imPuls“ mit ins Rennen. Die 16 Tänzerinnen und ein Tänzer präsentierten ihre gefühlvolle Choreografie zur Musik von Freya Ridings mit viel Hingabe und erzeugten Gänsehautmomente. „Es geht thematisch darum, dass man einen geliebten Menschen gehen lassen muss, weil man weiß, dass es besser für ihn ist. Und das, obwohl es so sehr schmerzt“, erklärt Trainerin Celina Güzeldere das Thema der Choreografie. Am Ende waren es aber Freudentränen, die zuhauf flossen: „imPuls“ überzeugte das Wertungsgericht und erreichte souverän den ersten Platz. Zweiter wurde „Point.“ aus Dülmen, Bronze erreichte „RESET“ aus Warendorf.

Die Regionalliga rundete mit ihrem Auftritt das Turnierwochenende tänzerisch ab. Mit an den Start ging die Formation „Finess“ des SuS Schröttinghausen-Deppendorf. Ihre energiegeladene Choreografie strotze vor technischen Schwierigkeiten. Das Thema Entführung wurde von den Tänzerinnen auf kreative Weise umgesetzt und auch die gewählten Kostüme unterstrichen die Performance. Lange schwarze Mäntel aus Kunstleder und an einer Hand ein schwarzer Handschuh erzeugten großartige Effekte bei den Bewegungen. Nach der Finalrunde wurde dann noch einmal gezittert, bis das Ergebnis endlich feststand. Der Jubel war groß: Von allen fünf Wertungsrichtern erhielt die Formation um Trainerin Ramona Franke die Bestnote und erklärte damit den Turniersieg verdient für sich. Mit auf dem Treppchen standen „Dance Art“ aus Erkrath vor der „Bosten-Dance-Company“ aus Düsseldorf.

Resümee

Unvergessliche Erinnerungen an die Jubelschreie und die ausgelassene Stimmung, der ein oder andere Ohrwurm und zwei gläserne Pokale bleiben den Bielefeldern nach diesem aufregenden Wochenende. „Eine rundum gelungene Veranstaltung“, zieht Vorstandsmitglied Matthias Kramm ein Fazit und zeigt sich nach zwei emotionalen Turniertagen sehr zufrieden. Nicht nur die gute Organisation vor Ort, auch das hervorragende Aufgebot an Speisen und Getränken durch den Ausrichter trafen auf viel Lob. „Wir sind sehr glücklich, dass dieses sportliche Wochenende so ein großer Erfolg geworden ist.“

Text: Celina Güzeldere und Markus Kretschmer

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Veröffentlicht von Jana-Maria Ollig

Letzte Änderung: 9. April 2022, 20:24 Uhr

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