Die TNW-Landesmeisterschaften der Hauptgruppe D und C Latein, der U21 Standard sowie der Senioren IV Standard boten am 18. April 2026 im Vereinsheim von ‚Die Residenz Münster‘ hochklassigen Tanzsport vor nahezu ausverkaufter Kulisse.
Bereits ab 15:00 Uhr füllte sich die Halle spürbar. Im Verlauf des Turniertages entwickelte sich eine mitreißende Atmosphäre: Ein begeistertes Publikum, starke Leistungen auf der Fläche und eine hervorragende musikalische Begleitung sorgten für einen Rahmen, in dem die Paare ihr Können optimal abrufen konnten.
Hauptgruppe D Latein: Starker Nachwuchs und klare Entwicklung
Mit 16 gestarteten Paaren präsentierte sich die Hauptgruppe D Latein als leistungsstarkes und ausgeglichenes Feld. Die Paare überzeugten durch saubere Grundlagen und eine erkennbare Weiterentwicklung. Erstmals wurde in dieser Startklasse mit der Samba ein vierter Tanz gefordert – eine zusätzliche Herausforderung, die von den Paaren überzeugend gemeistert wurde.
Den Landesmeistertitel sicherten sich Tim Eck und Evelyn Banmann, TSC Brühl im BTV 1879 mit allen gewonnenen Tänzen. Auf den weiteren Podestplätzen folgten Quentin Bücken und Mara Plümpe, TSA der SG Langenfeld 92/72 sowie Martin Gassmann und Luisa Castens, Tanzsportfreunde Essen.

Das Finale komplettierten Tobias und Katrin Kuck, TSC Schwarz-Gelb Aachen, Maximilian Kels und Maren Kaczor, TTC Rot-Gold Köln sowie Mathis Hünteler und Saskia Michaelis, Die Residenz Münster.
Die Paare auf den Podiumsplätzen stiegen gemäß Beschluss in die C-Klasse auf.

Hauptgruppe C Latein: Leistungsdichte und neue Anforderungen
Auch in der Hauptgruppe C Latein gingen 16 Paare an den Start. Mit der Einführung des Paso Doble als fünftem Tanz wurde das Anforderungsprofil erweitert – eine Herausforderung, die die Paare mit großer Souveränität annahmen.
An der Spitze setzte sich Jonas Prümmer und Karyna Dubyna, TSC Schwarz-Gelb Aachen durch und sicherten sich den Landesmeistertitel. Dahinter entwickelte sich ein enges Rennen: Tim Kauling und Jutta Neufeld, TSC Ems-Casino Blau-Gold Greven sowie Marek Karzel und Lily Franziska Schroll, T.T.C. Rot-Weiß-Silber Bochum teilten sich punktgleich den zweiten Rang.

Die weiteren Finalplätze belegten René Krieger und Romy Eßelmann, Bielefelder TC Metropol, Oliver Lehmacher und Kerolein Bergen, TSC Grün-Weiß Aquisgrana Aachen sowie Thomas Beckmann und Marie Jessel, UTC Münster.
Auch hier stiegen die Plätze eins bis drei gemäß Beschluss in die B-Klasse auf.

U21 Standard: Direkter Vergleich auf gutem Niveau
In der U21 Standard traten zwei Paare gegeneinander an und lieferten sich einen direkten Vergleich auf solidem technischen Niveau. Den Landesmeistertitel ertanzten sich Daniil Rybak und Yelizavieta Pyvovarova, TSA der Tanz & Kulturbühne Leverkusen. Den zweiten Platz belegten Darren Peternel und Annika Quattelbaum, Boston-Club Düsseldorf.


Senioren IV Standard: Großes Feld, klare Entscheidungen
Mit 21 gestarteten Paaren stellte die Senioren IV Standard das größte Feld des Tages und verlangte den Teilnehmenden mehrere intensive Runden ab.
Souverän an die Spitze tanzten Alexander und Anne-Gabriele Beaumont, TSK Sankt Augustin, die sich den vierten Landesmeistertitel in dieser Klasse sicherten. Auf den weiteren Podestplätzen folgten Joseph und Alice Pankert, TSC Grün-Weiß Aquisgrana Aachen sowie Horst und Kerstin Stepuhn, TD Tanzsportclub Düsseldorf Rot-Weiß.

Das Finale komplettierten Helmut und Bärbel Schwab, TSC Ems-Casino Blau-Gold Greven, Jochen und Ulrike Schlesier, Tanz-Centrum Coesfeld sowie Dr. Heinz-Peter und Sibille Backes, TSC Schwarz-Gelb Aachen.

Starker Verband, gelebter Zusammenhalt
Die Landesmeisterschaften in Münster machten deutlich, was den Tanzsport in Nordrhein-Westfalen auszeichnet: sportliche Qualität, kontinuierliche Entwicklung und ein respektvolles Miteinander. Über alle Klassen hinweg unterstützten sich die Paare gegenseitig – sowohl innerhalb ihrer eigenen Konkurrenz als auch klassenübergreifend. Dieser gelebte Teamgeist verlieh der Veranstaltung eine besondere Atmosphäre und unterstrich den starken Zusammenhalt im Verband.
Gleichzeitig wurde die positive Leistungsentwicklung im TNW sichtbar. „Die Paare haben ihre Leistungen im Vergleich zu den Meisterschaften 2025 deutlich gesteigert“, resümierte Vizepräsidentin Sport Saskia von Schröders. Diese Entwicklung zeigte sich in allen Klassen – von den Nachwuchspaaren bis hin zu den erfahrenen Startfeldern.
Abgerundet wurde der Turniertag durch eine Organisation auf gewohnt hohem Niveau. Die Residenz Münster verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Ausrichtung von Landesmeisterschaften und bestätigte diese einmal mehr mit einer strukturierten und professionellen Durchführung. Ergänzt wurde dies durch ein sehr erfahrenes und professionell arbeitendes Turnierbüro, das u.a. vom TNW gestellt wurde und maßgeblich zum reibungslosen Ablauf der Veranstaltung beitrug.
Das Gesamtergebnis ist hier zu finden.
Text: Cornel Müller, Fotos: Renate Spantig